„Mit Holz in die Zukunft“

Holzbau überwindet Grenzen und leistet wichtigen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft – Mobile Holz-Expo.NRW informiert Verbraucher

Nettersheim, 19.03.2018

Im Holzkompetenzzentrum Rheinland wurde heute die neue Ausstellung „Mobile Holz-Expo.NRW“ präsentiert. Auf den ersten Blick ist es ein Anhänger. Aber wenn man ihn mit wenigen Handgriffen auseinanderzieht, entfaltet sich eine faszinierende Wanderausstellung über moderne Holzverwendung. Die beginnt bei der nachhaltigen Produktion in unseren Wäldern und reicht bis hin zu den spannenden Aspekten des Schwerpunktthemas Holzbau.

Die neue Ausstellung des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen „Mobile Holz-Expo.NRW“ wurde unter der Regie des Holzkompetenzzentrums Rheinland konzipiert. „Wir werben dafür, Holz und Holzprodukte im Sinne der Nachhaltigkeit, des Klimaschutzes und der Ressourceneinsparung zukünftig mehr als bisher zu nutzen“, so Projektleiterin Annette Köhne-Dolcinelli vom Holzkompetenzzentrum Rheinland.

Von Nettersheim aus soll das Exponat in ganz NRW auf unterschiedlichen Veranstaltungen eingesetzt werden. Ab dem 23. März wird die Ausstellung auf Rädern auf der Baumesse NRW in Dortmund erstmals einem großen Publikum gezeigt. Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung selbständig erkunden oder sich mit Ihren Fragen an Beraterinnen und Berater wenden, die die Ausstellung betreuen werden.

Wilfried Pracht, Bürgermeister der in diesem Jahr mit dem Nachhaltigkeitspreis prämierten Eifelgemeinde Nettersheim, und Christoph Böltz, Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde, begrüßten zahlreiche Gäste im großen Saal des HKZR.

Dr. Rainer Joosten wies als Vertreter des Umweltministeriums NRW auf die Bedeutung der Holznutzung und Holzverwendung für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft hin. Er nannte konkrete Maßnahmen der Landesregierung zur Unterstützung der Forst- und Holzwirtschaft in den Bereichen Anpassung der Wälder an den Klimawandel, Start einer neuen Clusterinitiative NRW und Reduktion von Hemmnissen für den Holzbau. Joosten äußerte seine Erwartung, dass die überarbeitete Landesbauordnung noch holzfreundlicher sein werde als die Novellierung von 2016.

Andreas Wiebe, Leiter Wald und Holz NRW: „Mit der Mobilen Holz-Expo.NRW informieren wir vor Ort über innovative Wege, wie wir unsere Zukunft noch mehr als bisher mit dem fantastischen und immer noch zu oft unterschätzten nachhaltigen Rohstoff Holz gestalten können“. „Im Rahmen des Klimaabkommens von Paris übernehmen der Schutz der Wälder und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung eine Schlüsselfunktion. Gleichzeitig werden Holz und Holzprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung als zusätzlicher Kohlenstoffspeicher und Ersatz für fossile Rohstoffe anerkannt“, betonte Wiebe.

Mit Hermann Blumer, Zimmermann, Bauingenieur und Honorarprofessor an der FH Aachen, berichtete ein weltweit bekannter Visionär und Praktiker an Hand realisierter Bauwerke über seine Erfahrungen in der Überwindung von Grenzen. „Was Architekten zeichnen können, können wir mit Holz bauen. Die Montage der Holzstruktur der SR Bank in Stavanger in Norwegen hat soeben begonnen. Und das, nachdem jahrelang bezweifelt wurde, dass dies mit Holz möglich ist.“

Architekt Manfred Stieglmeier von der TU München stellte mit leanWood ein Forschungsprojekt vor, das Bedarf und Möglichkeiten für Verbesserungen in der Planungskultur von Holzbauten untersucht und bereits viel Beachtung gefunden hat.

Thematisiert wurden unter anderem Methoden und Modelle für einen optimalen Übergang von der Planung zur Produktion. Kooperative Planungsteams, so ein Ergebnis der Forschung, bieten vor dem Hintergrund der steigenden Komplexität moderner Gebäude ein großes Potenzial zur Einsparung von Projektzeit und Arbeitsaufwand.

Christian Schlüter von ACMS Architekten, Professor an der Hochschule Bochum, berichtete den Zuhörern von seinen Erfahrungen im mehrgeschossigen Holzhybridbau, dem angesichts des großen Bedarfs an zusätzlichem Wohnraum in den nächsten Jahren in NRW und darüber hinaus große Bedeutung beigemessen wird. Ressourcen- und Energieverbrauch, Treibhauspotential, Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowie flexible Nutzbarkeit der Immobilien fanden bei den Planungen besondere Berücksichtigung.

Die Veranstaltung wurde von Fachjournalist und Buchautor Marc Wilhelm Lennartz moderiert.

Über das Holzkompetenzzentrum Rheinland

Das Holzkompetenzzentrum Rheinland (HKZR) ist eine Kooperation des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde mit der Eifelgemeinde Nettersheim und gleichzeitig eine Schwerpunktaufgabe von Wald und Holz NRW. Sein Angebot umfasst verschiedene Serviceleistungen zu moderner Holzverwendung aus nachhaltiger Forstwirtschaft, zum Beispiel die Bündelung und Kommunikation von Informationen entlang der Wertschöpfungskette Wald und Holz. Ziel ist die Entwicklung und Unterstützung der regionalen Branche zur Umsetzung der wirtschaftlichen und klimarelevanten Potentiale des Clusters Forst und Holz.

Mobile Holz-Expo.NRW, Foto: Köhne-Dolcinelli, Wald und Holz NRW

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